Herkunft: Äthiopien
Typ: 100% Coffea Arabica
Qualität: sortenreine Premiumqualität, gewaschener Coffea Arabica, Grade Yirgacheffe
Röstung: mittelkräftig
Körper: voll und kräftig
Säure: ausgewogen und elegant
Aroma: intensiv, mit ursprünglichem Moccaflavour, erinnert an den Duft von Kräutern
GENUSS: Dallmayr GRAND Cru Yirgacheffe eignet sich ideal als Filterkaffee und zur Zubereitung nach der French Press Methode oder für Café Crème bzw. Caffè Lungo im Vollautomaten.
Aus der Region Yirgacheffe im Hochland Äthiopiens stammt dieser Premiumkaffee. Wegen seines ausgezeichneten Geschmacks und hohen Reinheitsgrades erzielt der Kaffee weltweit regelmäßig Bestnoten. GRAND Cru Yirgacheffe ist sortenrein belassen; sein intensives, volles Aroma erinnert an den Duft von Kräutern. Er besticht durch seine erlesene Eleganz mit ursprünglichem Moccaflavour. Äthiopien gilt als Urheimat von Kaffee.
Eine von vielen Legenden erzählt, dass im 9. Jahrhundert in Äthiopien Mönche Ziegen dabei beobachteten, wie sie von den Blättern und Früchten des Kaffeestrauches fraßen. Auf die Tiere hatte der Kaffee eine belebende Wirkung. Selbst zu später Stunde sprangen sie munter umher. Das machte die Mönche neugierig – und sie probierten selbst vom Strauch. Dabei entdeckten sie, dass nach dem Genuss der Früchte die nächtlichen Gebete weniger anstrengend waren. Das war der Beginn einer langen Kaffeegeschichte.
Von den schattigen äthiopischen Bergwäldern aus verbreitete sich der Kaffee langsam in alle Länder. Heute wird das „braune Gold“ in rund 80 Ländern des tropischen und sub-tropischen Bereichs angebaut – im so genannten Kaffeegürtel. Ob in Brasilien, Kenia, Kolumbien oder Indonesien... alle Kaffeesträucher sind Abkömmlinge von Wildpflanzen aus Äthiopien. Unter Experten gelten sie daher als botanischer Schatz.
Die feinsten Qualitäten gedeihen in den Kaffeeregionen Sidamo und Yirgacheffe im Süd-westen des Landes. Hier herrscht ein ideales Zusammenspiel von fruchtbaren Böden, Höhenlage und Klima. Die Kirschen werden auf rund 2.000 Metern von Kaffeebäumen geerntet, die im Urwald noch wild oder in kleinen, bäuerlichen Pflanzungen wachsen. Anbau, Pflege und Ernte liegen im wahrsten Sinne des Wortes in den Händen der Familienbetriebe. Die gewaschenen Spitzenarabicas zeichnen sich durch eine besondere Geschmacksfülle aus. Ausgewogene, feine Kaffeesäuren garantieren ein einzigartiges Geschmackserlebnis.
Diese Arabica-Kaffees prägen seit eh und je den typischen Geschmack von Dallmayr Kaffee.
Dallmayr hat als erster deutscher Kaffeeröster äthiopischen Kaffee nach Deutschland importiert und ist heute der weltweit größte Abnehmer gewaschener äthiopischer Arabicas. Vor rund 50 Jahren reiste Konrad Werner Wille als Mitinhaber und Kaffeeexperte des Münchner Delikatessenhauses Dallmayr, nach Afrika. Die Reiseroute führte ihn von München über Frankfurt – Athen – Kairo – Asmara – Addis Abeba – Nairobi – Moshi – Arusha nach Mombasa. Noch heute geben die Familienalben eindrucksvollen Einblick in diese Pionierreisen. Auf abenteuerlichen Wegen, zum Teil mit dem Esel, ging es in die Kaffeeregionen. In den fruchtbaren Süd-Provinzen Äthiopiens stieß Konrad Werner Wille auf Kaffeebohnen von außergewöhnlicher Qualität. Diese brachte er mit nach München und entschloss sich, gleich die gesamte Ernte, die damals aus sieben Sack bestand, aufzukaufen. Man einigte sich auf Maria-Theresia-Taler als Zahlungsmittel. Lange Jahre kaufte Dallmayr die gesamte Ernte der Provinz Sidamo auf.
Daraus entwickelte sich eine Handelsbeziehung, die bis heute den Rohkaffeeeinkauf von Dallmayr prägt. Der Besuch der äthiopischen Kaffeeregionen ist jedes Jahr ein Muss für die Dallmayr Kaffeeexperten. Vor Ort besuchen sie die Lieferanten und machen sich selbst ein Bild von den Qualitäten und Erntemengen. Auch der Besuch der Baumschulen der Stiftung Menschen für Menschen ist inzwischen fester Bestandteil dieser Reisen. Hier wachsen die Setzlinge, die Dallmayr mit dem Verkauf äthiopischen Kaffees spendet.
Jahrzehnte lange intensive Handelsbeziehungen und die historisch gewachsene Verbun-denheit mit dem Land Äthiopien veranlassen Dallmayr eines der renommiertesten Hilfsprogramme auf dem schwarzen Kontinent tatkräftig zu unterstützen: die Karlheinz Böhm Stiftung Menschen für Menschen. Damit hat Dallmayr einen Partner gefunden, der sich ebenfalls seit Jahrzehnten in Äthiopien engagiert. Die Stiftung fördert seit 28 Jahren die Selbstentwicklung – mit minimalem Verwaltungsaufwand. Der Kontakt zwischen der Stiftung und dem Münchner Traditionshaus besteht schon seit vielen Jahren.
„Die Idee, mit Dallmayr Kaffee aus Äthiopien meine Stiftung vor Ort zu fördern, fiel bei mir sofort auf fruchtbaren Boden.“ - Karlheinz Böhm
Pro verkaufter Packung Dallmayr GRAND Cru Yirgacheffe oder auch Dallmayr Ethiopia werden in den Baumschulen von Menschen für Menschen Baumsetzlinge gepflanzt. Damit wird ein Hauptproblem Äthiopiens an der Wurzel gepackt: Die drohende Versandung. Die Bäume, die aus den gepflanzten Setzlingen wachsen, verbessern die Qualität des Bodens. Die Aufforstungsprogramme der Stiftung verhindern die Erosion und schaffen so eine bessere Lebensgrundlage für die Familien vor Ort.
> Hören Sie hier einen O-Ton von Karlheinz Böhm: „Eine Geschichte, die in Afrika spielt.“ - Anklicken und reinhören.
> Kurzfilm von MfM: „Landwirtschaft: Grundlage des Lebens“ - Anklicken und reinhören.
Alle Informationen rund um die Stiftung Menschen für Menschen finden Sie unter www.menschenfuermenschen.de
Pro Jahr produziert Äthiopien etwa vier Millionen Sack Rohkaffee zu 60 kg. Fast die Hälfte wird im Land selbst verbraucht. Kein Wunder – sind doch die Äthiopier große Kaffeeliebhaber. Über die Idee, Kaffee unterwegs aus dem Becher zu trinken, schütteln sie jedoch nur den Kopf. In Äthiopien hat die Kaffeezeremonie als wesentlicher Bestandteil des sozialen und kulturellen Lebens eine lange Tradition. Eine Einladung zum Kaffee ist ein Zeichen von Freundschaft und Anerkennung des Gastgebers.
Die Zubereitung ist reine Frauensache: Die rohen Kaffeebohnen werden in Metallpfannen auf offenem Feuer geröstet, anschließend im Mörser zerstoßen und in einer Jebanna, der traditionellen bauchigen Kaffeekanne mit langem Hals und kleiner Öffnung, aufgegossen. Die Gastgeberin schenkt den Kaffee in hohem Bogen in die Tassen, von denen immer ein paar mehr vorbereitet werden, als tatsächlich Gäste anwesend sind. Diese Extratassen sind für die Geister reserviert.
Verfeinert wird der Kaffee in Äthiopien auf vielerlei Arten: mit Zucker, Salz und gerne auch mit Gewürzen, wie Kardamom, Nelken oder auch mit Weihrauch versetzt.